Im Stadtzentrum von Pest gelegen ist die große Synagoge ein Muss bei Ihrem Besuch in der ungarischen Hauptstadt. Die Synagoge, die nach der in New York die zweitgrößte der Welt ist, wurde im Jahr 1859 eingeweiht. Der Bau dauerte fünf Jahre und wurde von dem katholischen, österreichischem Architekt Ludwig Förster geleitet.

Die große Synagoge in Budapest zeichnet sich durch ihren maurischen Stil aus, der sich in der roten Backsteinfassade mit orientalischen Motiven und zwei an Minarette erinnernden Knollentürmen zeigt.

Die Budapester Synagoge

Die Synagoge beeindruckt außerdem mit ihren Dimensionen. Mit einer Breite von 27 Metern und einer Länge von 75 Metern kann Sie fast 3500 Gläubige empfangen.

Im Inneren werden Sie von der Vielfalt der Dekorationen überrascht sein, insbesondere von den großen Kerzenleuchtern (1.5 Tonnen schwer) und dem Lesepult der Tora im vorderen Teil des Gebäudes, der Apsis der Synagoge. Diese ist in zwei Ebenen aufgeteilt, inklusive einer Galerie (die Männer beten unten, die Frauen oben).

Die große Synagoge in Budapest

Die große Synagoge in Budapest

Eine weitere Besonderheit des Bauwerks der Synagoge in Budapest ist die Orgel, die zum Zeitpunkt des Baus die erste ihrer Art war. Der Komponist Franz Liszt spielte bei der Eröffnungsfeier, genauso wie Camille Saint-Saëns.

Der Park an Erinnerung des Raoul Wallenberg

Der Park an Erinnerung des Raoul Wallenberg

In diesem Park befindet sich ein Denkmal für den schwedischen Diplomaten, Raoul Wallenberg, der tausende Juden während des zweiten Weltkriegs durch die Ausstellung von Diplomatenpässen das Leben gerettet hat.

Der Baum des Lebens:

Der Baum des Lebens

Sie werden bei Ihrem Besuch außerdem den Baum des Lebens im Hof hinter der Synagoge entdecken, eine Skulptur zu Gedenken der Holocaustopfer, erstellt im Jahr 1989 von dem ungarischen Künstler Imre Varga.
Diese stählerne Trauerweide ist mit silbernen Blättern bestückt, auf denen die Namen der Opfer geschrieben stehen. Somit gedenkt Sie den 600,000 ungarischen Juden, die während des zweiten Weltkriegs getötet wurden. Das Denkmal wurde vom Emmanuel Verband des amerikanischen Schauspielers mit ungarischen Wurzeln, Tony Curtis, gestiftet.

Das jüdische Museum:

Das jüdische Museum

Das jüdische Museum der Synagoge in Budapest präsentiert die jüdische Geschichte in Ungarn mit vielen Kunstwerken. Über das Jahr verteilt finden verschiedene Ausstellungen statt.

Friedhof:

Im Garten der Synagoge befindet sich ein Friedhof, was untypisch für die jüdische Religion ist. Während des zweiten Weltkriegs wurden aufgrund der Lage der Synagoge im jüdischen Viertel tausende Menschen hier beerdigt.

Regeln beim Besuch der Synagoge:
Frauen sollten Ihre Schultern bedecken und für Männer werden Mützen oder Kippas am Eingang ausgegeben. Fotos und Videos sind gestattet.

Tipp: Um lange Schlangen bei einem Besuch der Synagoge zu vermeiden (siehe unten). Geführte Touren werden empfohlen. Deutschsprachige Touren werden auch angeboten, es bilden sich tagsüber durchweg kleine Gruppen.

Für mehr Informationen und ohne-Anstehen-Tickets – Klicken Sie hier

Adresse: Dohány utca 2, 7. Bezirk, Pest – Karte
Öffnungszeiten:

  • Von Anfang März bis 25. April: Montag – Donnerstag 10 – 18 Uhr, Freitags 10 – 15.30 Uhr
  • Von Ende April bis Ende September: Montag – Donnerstag 10 – 19.30 Uhr, Freitags 10 – 15.30 Uhr.
  • Im Oktober Montag – Donnerstag 10 – 17.30 Uhr, Freitags 10 – 15.30 Uhr
  • von Anfang November bis Ende Februar Montag – Donnerstag 10 – 16 Uhr, Freitags 10 – 13.30 Uhr.
  • Samstags geschlossen
  • Geschlossen an folgenden Tagen: 18. Januar, 15 März, 19., 21. und 26. April, 9 und 10 Juni, 29. und 30. September, 23. Oktober, 1. November, 24. und 25. Dezember
  • Gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel: Metro Station Astoria mit der Linie 2, Buslinie Nr. 7 und 7A, Tramlinie 47 und 49

Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten Budapests in unserem Artikel “Top Sehenswürdigkeiten in Budapest” unter diesem Link und unsere Empfehlungen für einen Besuch in Budapest in 2, 3 und 4 Tagen.